Obst- und Gartenbauverein Ersingen e.V.
Obst- und Gartenbauverein Ersingen e.V.

Obst- und Gartenbauverein Ersingen e.V.
Bohninger Weg

75236 Kämpfelbach-Ersingen

Kontakt

Rufen Sie einfach an:

1. Vorstand Stephan Kaufmann (07231-88090) oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Veranstaltungen

Seniorennachmittag

Am Mittwoch, 31.07.19, 14.000 Uhr,  findet unser Seniorennachmittag auf dem Vereinsgelände statt.

 

Gartenfest

Vom 19.-21.08.2019 ist wieder unser 3-tägiges Gartenfest.

 

 

10 Grundsätze für den Biogarten

1. Die Bewirtschaftung so naturnah wie möglich, Eingriffe soviel wie nötig um ein möglichst vielseitiges und artenreiches Bodenleben zu entwickeln und zu erhalten.

2. Ständiges Angebot an vielgestaltigem Bodenfutter, z.B. Mischkultur und Gründüngung, lässt ein artenreiches Bodenlebewesen entstehen. Viele dieser Kleinlebewesen bilden mit den Pflanzenwurzeln eine Lebensgemeinschaft (Symbiose), d.h. die Pflanze versorgt dabei den Partner mit den notwendigen Kohlehydraten und bekommt dafür Stickstoff oder Eiweißverbindungen, die sehr wichtig für den Aufbau des Pflanzenkörpers und eines wirksamen Abwehrsystems der Pflanze sind.

3. Die Erhaltung einer ganzjährigen Bodendecke durch Pflanzenbewuchs, Gemüsekultur mit Mulchabdeckung im Sommer und Gründüngung oder Mulchabdeckung im Winter. Der Boden wird vor starker Sonneneinstrahlung und Austrocknung ebenso geschützt, wie vor Zerschlagung der Bodenteilchen und Verschlämmung durch starke Regenfälle.

4. Keine Stoffe zuführen, die einseitig in die Lebensvorgänge im Boden eingreifen, z.B. Mineraldünger mit chemisch gebundenem Stickstoff. Auch Naturdünger können sich schädlich auf das Bodenleben auswirken, wenn sie in zu großer Dosis ausgebracht werden.

5. Keine chemischen Stoffe verwenden, die das Bodenleben abtöten. Z.B. Unkrautbekämpfungsmittel und chemische Pflanzenschutzmittel.

6. Keine Bodenbearbeitung bei nassem Boden. Der Boden verklebt und verdichtet und durch Sauerstoffmangel kann Fäulnis im Boden entstehen.

7. Organische Stoffe wie Mist, Gründung, Gartenabfälle und Frischkompost nicht tief in den Boden einarbeiten. Es entstehen wurzelfeindliche Fäulniszonen.

8. In humusreichen, leichten Gartenböden, reicht eine Lockerung mit der Grabgabel vollkommen aus. In schweren, bindigen Böden ist jedoch ein Umgragen mit der Grabgabel notwendig.

9. Durch die Einsaat von Gründungpflanzen wie Gelbsenf, Raps, Wicken, Ackerbohne, Phacelia u.a. wird der Boden durchwurzelt und die Krümelstruktur stabilisiert. Durch die bessere Durchlüftung erhält das Bodenleben bessere Bedingungen.

10. Auf einem gesunden Boden wachsen gesunde Pflanzen, die nicht nur Nahrung, sondern ein wertvolles Lebensmittel für Mensch und Tier darstellen.

10 Regeln zur guten Eigenkompostierung

1. Zu kompostierendes Material niemals in eine Grube legen. Es kann keine Luft an das Material. Kompost ohne Luft = Fäulnis und Gestank.

2. Niemals nach allen Seiten geschlossene Behälter verwenden. Dies führt ebenfalls zu Luftmangel.

3. Niemals einen Komposthaufen auf einer festen Unterlage aus Stein, Beton u.ä. aufsetzen, Kompost braucht Erdschluss wegen der Regenwürmer.

4. Grobes Material etwa 20 cm hoch als unterste Schicht (z.B. Häckselmaterial). Dann feinere Stoffe, wie z.B. Laub schichtweise und gut durchmischt drauflegen. Grasschnitt nur ganz dünn einstreuen (antrocknen lassen). Fäulnisgefahr!!

5. Als Zusatz ev. normale Gartenerde, Komposterde oder Dünger als Verrottungsbeschleuniger dünn über die einzelnen Schichten streuen. Durchmischen und bei Bedarf anfeuchten.

6. Abfälle, die Tiere anlocken, stets mit Erde gut abdecken!

7. Vollkommene Trockenheit vermeiden! Kleinlebewesen brauchen Feuchtigkeit.

8. Den Komposthaufen nicht zu nass halten! Dann fehlt Luft, der Regenwurm stirbt ab.

9. Zwiebelschalen, Schnittlauchreste, Kaffee- und Tee-Satz sind ideales Regenwurmfutter. Phlox und Holunder sind gute Pflanzen am Komposthaufen (Regenwurmförderung).

10. Den fertig aufgesetzten Komposthaufen abdecken, um die Wärmeentwicklung zu fördern sowie um Feuchtigkeits- und Stickstoffverluste zu vermeiden. 

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